Nicht die Besatzungs- und Kapitulationsallianz wird in Rojava, Nord- und Ostsyrien siegen, sondern die Kämpfer*innen der Ehre und der Freiheit!
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MLKP Kurdistan / Erklärung / 26. Oktober 2019
Die Revolution von Rojava und Nord- und Ostsyrien, ist diesmal einem noch umfassenderen Angriff durch die konterrevolutionären Front ausgesetzt, die von den USA, von Russland und der Türkei geführt wird. Der Invasionsangriff, der auf die autonome Struktur der Revolution, ihren volkstümlich-demokratischen Charakter und ihre bewaffnete Armee abzielt, hat sich zu einem konterrevolutionären Bündnis der imperialistischen Kräfte und des faschistisch-kolonialistischen türkischen Staates entwickelt. Als Folge dieses Bündnisses, wurde am 16. Oktober ein 13-Punkte-Plan und Waffenstillstand zwischen den USA und der Türkei vereinbart, mit dem die türkische Besatzung in Serêkaniyê und Girê Spî legitimiert und die Kriegsverbrechen des türkischen Staates und ihrer Banden vertuscht werden sollen. Es ist heute kein Geheimnis mehr, dass diese Allianz, die auch die Grundlage für die Versammlung und das Abkommen von Sotschi am 22. Oktober vorbereitet hat, eine Strategie zur Liquidation der Rojava-Revolution verfolgt. Es ist offensichtlich, dass die Revolution von Rojava und Nord- und Ostsyrien, die erste Revolution des 21. Jahrhunderts, unter dem Kommando zweier globaler Kräfte wie der USA und Russland, für die Besatzung und vielseitige Umzingelung durch den kolonialistischen türkischen und syrischen Staat freigemacht wird. Das Ziel der konterrevolutionären Front ist es, den Boden der Revolution, auf dem unsere Völker gleichberechtigt und frei leben, zu zerstückeln, die Errungenschaften der frauenbefreienden Revolution zu vernichten und unsere Revolution durch die reaktionär-kolonialistischen Staaten zu liquidieren.
In dieser Hinsicht hat der 10-Punkte-Plan des Treffens zwischen Russland und der Türkei den Charakter, die Vereinbarungen zwischen den USA und der Türkei zu berücksichtigen und diese zu vervollständigen. Wenn man sich die Beschlüsse des Sotschi-Treffens anschaut sieht man, dass genau wie bei den Vereinbarungen zwischen den USA und der Türkei die Besatzung von Serêkaniyê und Girê Spî aufrechterhalten wird. Die Imperialisten zwingen den Revolutionskräften auf, sich 30 km zurückzuziehen und den Boden unserer Revolution, der durch große Aufopferung verteidigt wurde, bedingungslos zu verlassen, ansonsten würden sie der Besatzung des kolonialistischen bürgerlichen türkischen Staates zustimmen. Die imperialistische Allianz, die die Verteidigungskraft unserer Revolution, unsere revolutionäre Armee entwaffnen will, strebt außerdem danach, dass sich unsere Revolution von ihren freiheitlichen und volkstümlichen Idealen abwendet und sich den Kapitulationsangriffen beugt.
So griffen der türkische Besatzerstaat und die zu ihm gehörenden Banden, die im Namen der Imperialisten eine Kapitulation erzwingen und ihre kolonialistischen Absichten verwirklichen wollen, mit allen Arten von Waffen, chemische inbegriffen, die Vertreter*innen der Selbstverwaltung, Freiheitskämpfer*innen und die Völker in der Verteidigung ihres Bodens an. Unzählige Massaker wurden verwirklicht. Mittels eines psychologischen Krieges wurde jegliche schmutzige Propaganda betrieben.
Die globalen Staaten und ihre imperialistischen Institutionen haben ihre konterrevolutionären Ziele hinter mündlichen Warnungen und Drohungen von Maßnahmen gegen die Türkei versteckt. Aber niemand anderes als eben diese Kräfte lassen es zu, dass der Besatzungskrieg, all die Toten, Massaker und die gesamte schmutzige Politik im Feld betrieben wird.
Aus diesem Grund dürfen die Beschlüsse und die deklarierten Vereinbarungen zwischen den USA und der Türkei vom 16. Oktober, sowie zwischen Russland und der Türkei vom 22. Oktober, niemals von der Selbstverwaltung von Rojava und Nord-und Orstsysren von ihrer revolutionären Armee und ihren Völkern akzeptiert werden.
Diese Beschlüsse sind ein umfangreiches Angriffsabkommen, gegen die von den Völkern des Mittleren Ostens in Rojava und Nord-und Ostsyrien begonnene regionale Revolution. Die beiden globalen Staaten haben eine Phase des Krieges, der Besatzung und Niederwerfung gegen die Revolution von Kurdistan und die vereinigte regionale Revolution unserer Völker mithilfe des türkischen Staates, dem faschistischen Angriffsland, begonnen. Der gemeinsame Nenner der beiden Abkommen ist es, die Errungenschaften der Revolution so weit es geht zurückzudrängen und dem Willen, der diese Revolution verwirklicht hat, eine Kapitulation aufzuzwingen.
Aber man muss wissen, dass unser Volk sich nicht den Besatzungs- und Liquidationssangriffen von Amerika, Russland und der Türkei beugen wird. Die Revolution von Rojava und Nord-Ost Syrien wird leben, sie wird wachsen und den Krieg gegen die Konterrevolution mit noch größerer Ernsthaftigkeit und Disziplin führen. Niemand soll daran zweifeln, dass Kraft aus dem aufopferungsvollen Krieg in Serêkaniyê geschöpft wurde, mit der noch größere Widerstände organisiert werden. Unsere Revolution, verwirklicht schon jetzt Aktionen gegen die Invasionskräfte, versetzt ihnen schwere Schläge und zeigt unseren Völkern voller Hoffnung den Weg.
Wenn jemand denkt, dass wir unseren revolutionären Boden verlassen, den Imperialisten Reue zeigen oder die Besatzer um Erbarmen bitten werden, hat er*sie sich gewaltig getäuscht. Keine Kraft wird unsere Revolution Grenzen setzen können. Jeder Fleck des Bodens von Rojava und Nordsyrien ist mit dem Blut der Freiheitskämpfenden getränkt. Das ist die uralte Heimat, in der unsere Völker seit Jahrhunderten leben. Niemand kann von unseren Völkern verlangen, dass sie ihre Häuser verlassen und sich aus ihren Ländern zurückziehen. Die einzige Kraft, die gehen wird, sind die Besatzer.
Unser Widerstand der Ehre und Freiheit zur Verteidigung unserer Revolution schöpft vor allem von den Völkern des Mittleren Ostens Kraft, von den unterdrückten Völkern dieser Welt, von Demokrat*innen, Revolutionär*innen, Sozialist*innen, Kommunist*innen und all ihren Aktionen und den internationalen Beteiligungen. Diejenigen, die die Straßen der Welt füllen und die Fahne unserer Revolution als Zeichen der Ehren wehen lassen, lassen unseren Widerstand aufatmen. Diese revolutionäre Haltung und internationale Solidarität müssen verstärkt werden. In dieser Hinsicht müssen die Aktionen vergrößert und insbesondere der Welt-Rojava-Tag am 2. November zu einem Tag des Wuts und des Aufstands gegen die Besatzung gemacht werden. Der einzige Weg, die internationale Allianz der Konterrevolution zu besiegen, ist die organisierte und aktionsorientierte Haltung der Völker des Mittleren Ostens, der Türkei, allen vier Teilen Kurdistans und der Welt. Die Tür neuer Revolutionen wird mit internationaler Solidarität geöffnet.
Außerdem ist heute die demokratische nationale Einheit aller vier Teile Kurdistans gegen die Invasion und Massaker des faschistischen türkischen Kolonialstaates gegen Kurdistan und unsere Völker lebenswichtig. Denn die Existenz und die Errungenschaften des kurdischen Volkes in allen vier Teilen werden mit diesem Krieg und den gefassten Beschlüssen ins Visier genommen. Die Widerstandshaltung des kurdischen Volk in vier Teilen Kurdistans und in verschiedenen Ländern der Welt gegen die Besatzung hat es schon jetzt geschafft, dass sich die Besatzung nicht ausweiten und ihr Ziel erreichen konnte. Aber die Gefahr ist groß. Darum müssen der Widerstand und der Kampf ständig weitergeführt werden. Die Aufgabe aller Kurdistankräfte ist es im Widerstand und im Kampf die nationale Einheit aller vier Teile Kurdistans zu erlangen und diese Liquidationspolitik ins Lehre laufen zu lassen.
Es ist keine Zeit für Schweigen und Abwarten, denn der faschistische türkische Kolonialstaat und sein faschistischer Chef Erdoğan warten nicht schweigend ab, die schweren Waffen und Kampfflugzeuge der Besatzer warten nicht ab, die Palastmedien warten nicht ab, die bürgerlich-faschistischen Parteien warten nicht ab. Mit allen Kräften greifen sie mit den niederträchtigsten Mitteln an, um unsere Revolution zu zerschmettern. Natürlich wartet auch unsere Revolution nicht. Schon jetzt vergrößert sie den Widerstandskampf. Wie in Serêkaniyê, verteidigt sie aufopferungsvoll die Revolution, überall lässt sie die Besatzer bereuen und schlägt sie mancherorts zurück. Aus diesem Grund bedeuten ein Abwarten ohne Aktion und Stillschweigen, das Ersticken der Revolution zu gestatten. Es sind die Imperialisten, Invasoren, reaktionär-faschistischen Regime und Konterrevolutionäre, die wollen, dass die Revolution erdrosselt wird - jene, die heute sagen still zu warten und betrügerisch ihre Besorgnis erklären. Aktionslosigkeit führt dazu, dass die Konterrevolutionäre ihren unheilvollen Zielen näherkommen. Es ist an der Zeit, in Aktion zu treten und die Revolution zu verteidigen.

 

26.10.2019
MLKP Kurdistan Organisation